Nachruf



LEBENSLAUF von Ruedi Mehmann



Am 9. Februar 1950 wurde Ruedi als 3. und jüngster Sohn der Familie Mehmann in Neuenhof an der Birkenstrasse 24 geboren. Seine Eltern, Anton und Alice Mehmann waren rechtschaffene, fleissige und liebenswürdige Menschen und haben ihre 3 Söhne Heinz, Erich und Ruedi behütet und glücklich aufwachsen lassen.

Die Primar- und Sekundarschule absolvierte Ruedi in Neuenhof. Er war ein fleissiger und guter Schüler. Mit seinen Schulkameraden und –kameradinnen pflegte Ruedi bis heute einen freundschaftlichen Kontakt.

Nach der Schule trat er in der ehemaligen Fa. Laier AG in Neuenhof eine 3-jährige kaufmännische Lehre an und beendete diese mit Erfolg. Auch nach dem Lehrabschluss arbeitete er noch einige Zeit in seiner Lehrfirma weiter.

In dieser Zeit lernte er seine zukünftige Frau Marlis kennen. An der Taufe von Marc, das 1. Kind seines Bruders Erich. Ruedi war Götti und Marlis Gotte. Die beiden heirateten 1973. Leider brach diese Ehe im Jahre 2000 auseinander, was für Ihn eine schmerzliche Erfahrung war. Doch die beiden blieben bis zum heutigen Tag in einer sehr schönen Freundschaft, zusammen mit vielen gemeinsamen Freunden, miteinander verbunden.

Nach seiner Lehrfirma trat er eine Stelle als kaufm. Angesteller im Baugeschäft Regensburger AG in Killwangen an und arbeitete dort bis 1973. Zwecks Weiterbildung zum Versicherungsfachmann bei der Basler verliess er die Regensburger AG. Er beendete diese Weiterbildung 1975 mit einem Diplomabschluss.

Da das Versicherungswesen doch nicht ganz seiner Vorstellung entsprach, bewarb er sich 1975 bei der Fa. ESWA AG in Stansstad, der späteren Fa. Lever Fabergé, für eine Stelle als Aussendienst-Mitarbeiter, zu seiner grossen Freude mit Erfolg. Von jetzt an bis zu seiner Frühpension im Jahre 2005 war Ruedi als Aussendienstmitarbeiter nahezu im ganzen deutschsprachigen Raum vom Wallis bis in die Ostschweiz tätig. Seine pflichtbewusste und zuverlässige Art sowie sein kompetentes Fachwissen wurde von seinem Arbeitgeber sowie von seiner grossen Kundschaft sehr geschätzt. Bis heute blieb er mit seinen ehemaligen Arbeitskollegen in guter Freundschaft verbunden. Seine Frühpension im Jahre 2005 erfolgte auf Grund eines Personalabbaus bei der Fa. Lever Fabergé. Da die Firma ihm ein grosszügiges Angebot machte, freute sich Ruedi sehr auf seine Pensionszeit, konnte er sich doch nun voll seinem grossen Hobby Jassen wiedmen.

Diese Leidenschaft begann jedoch schon viel früher. Er war lange Jahre für die Schweizer Jassmeisterschaft tätig und auch ein paar Jahre deren Präsident. Während dieser Zeit lernte er den jassbegeisterten Toni Gasser kennen, der einer seiner besten Freunde wurde. Ruedi legte sein Amt als Präsident der Schweizer Jassmeisterschaft nieder. Von nun an führten die beiden die bereits bestehende und von Toni gegründete Aargauer Jassmeisterschaft weiter. Im Jahre 1994 gründeten die beiden den „Verein Aargauer Jassmeisterschaft“. Mit all ihren Spielleitern führten sie im ganzen Kanton Aargau die Aargauer Jassmeisterschaft durch, die bis heute besteht. Nebst zahlreichen weiteren Jassanlässen war unser Verein Ruedis grosse Passion. Es ergaben sich daraus unzählige gute Freundschaften. Auch Jassferien waren auf Ruedis Programm. Anfänglich auf dem Stoos, anschliessend in Spanien, dann in Fügen im Tirol und danach im Strandhotel Entner in Pertisau am Aachensee. Für die Familie Entner mit Monika war Ruedi ein gerngesehener Gast. Er brachte jährlich 2 Mal 50 – 70 Gäste ins Hotel und führte seine Jasswochen durch. Aus dieser Beziehung entstand eine sehr schöne Freundschaft mit der Familie Entner, mit Monika und mit dem gesamten Personal. Wenn Ruedi da war, war er die gute Seele im Hause und jeder konnte zu ihm kommen mit all seinem Kummer und seinen Sorgen. Er half sogar hinter der Rezeption mit, wenn Not am Mann war. Für Ruedi war dies seine 2. Heimat, wie er manchmal selber sagte.

Am 6. November 2011, es war am letzten Sonntag Abend, sass Ruedi mit Marina, einer lieben Freundin, am Tisch im Wintergarten seines geliebten Hauses in Eggenwil, um den Abend noch etwas zu geniessen. Er erhob sich von seinem Stuhl um in die Küche zu gehen. Plötzlich fing Ruedi an zu taumeln und fiel zu Boden. Marina hat zusammen mit den Nachbarn sofort die Ambulanz alarmiert. Diese war schnell zur Stelle doch alle Wiederbelebungsversuche nützten nichts mehr. Sein Herz ist still gestanden……

Ruedi, wir alle gönnen Dir von ganzem Herzen einen so wunderschönen Tod, den sich jeder von uns wünschen mag. Für uns alle war dies ein gewaltiger Schock, der uns unsäglich traurig macht. Wir sind sprachlos, fassungslos, bestürzt. Es ist wie ein böser Traum, der nie mehr zu Ende geht.

Wir alle verlieren in Dir einen wunderbaren, liebenswerten, kostbaren Freund. Du warst mit Deinem grossen Herzen jederzeit für uns da. Wie viele fröhliche, unbeschwerte Stunden haben wir doch mit Dir und Deiner humorvollen Art genossen. Du warst überall Mittelpunkt, ohne es zu wollen, bescheiden wie Du warst. Deine Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit haben Dich zu unserem Vertrauten und Vorbild gemacht. Mit Dir ist auch ein Teil von uns gegangen. Wir alle begleiten Dich heute auf Deinem letzten Weg. Wir möchten Dir damit zeigen, wie sehr wir Dich geliebt haben. Wir verneigen uns vor Dir und versprechen Dir, Dich nie zu vergessen.



Deine Freunde